Fünf Startups kämpfen um den Smart Country Startup Award 2026

Fünf Startups kämpfen um den Smart Country Startup Award 2026

Bitkom hat die fünf Finalisten des Smart Country Startup Award 2026 vorgestellt. Die Lösungen reichen von agentischer KI und Zero-Trust-Behördennetzen bis zu digitalen Aufenthalts- und Zahlungsprozessen.

Yakub Osmanov

Bitkom hat die fünf Finalisten des Smart Country Startup Award 2026 vorgestellt. Die Startups zeigen, wie Digitalisierung im öffentlichen Sektor praktisch aussehen kann: mit agentischer KI, sicheren Behördennetzen, automatisierten Aufenthaltsverfahren, digitaler Beleuchtung und neuen Zahlungsprozessen.

Das Bremer Startup ellamind setzt agentische KI in der Verwaltung ein. Seine Agenten prüfen Websites automatisiert auf Barrierefreiheit, etwa bei Kontrasten, Alternativtexten und der Bedienung per Tastatur. Anschließend erstellen sie einen nachvollziehbaren Prüfbericht.

PID1 aus Berlin konzentriert sich auf Zero Trust in Behördennetzen. Die Software verknüpft Zugänge zu Anwendungen und Diensten mit der Identität der jeweiligen Person und kann im Rechenzentrum einer Behörde betrieben werden. VisaFlow aus Köln automatisiert dagegen Prüfschritte in Aufenthaltsverfahren. Entscheidungen sollen dabei nachvollziehbar und unter menschlicher Kontrolle bleiben.

Passend dazu: nimeroo unterstützt Unternehmen bei der Integration von KI in bestehende Prozesse.

Die beiden weiteren Finalisten adressieren physische und administrative Infrastruktur. ENVIOTECH aus Frankfurt rüstet bestehende Straßenbeleuchtung mit Sensorik, Kommunikation und KI zu einer Smart-City-Infrastruktur nach. Ein kompletter Austausch der Leuchten ist dafür laut Bitkom nicht notwendig. Parto aus Hamburg digitalisiert Zahlungsprozesse in der Pflege und Betreuung mit digitalen Konten, Karten und automatisierten Verwaltungsabläufen.

Die fünf Startups präsentieren ihre Lösungen am 14. Oktober auf der Smart Country Convention in Berlin. Der Award ist damit weniger eine einzelne KI-Auszeichnung als ein Querschnitt durch aktuelle GovTech-Themen: Automatisierung, digitale Teilhabe, Cybersecurity und effizientere Verwaltungsprozesse.

Für Entscheider ist dabei vor allem die Kombination aus technischer Innovation und konkretem Anwendungskontext interessant. Die Finalisten zeigen, dass Verwaltungsdigitalisierung nicht nur aus neuen Plattformen besteht, sondern auch aus kleinen, klar abgegrenzten Lösungen, die bestehende Abläufe messbar vereinfachen können. Die Details beschreibt die Bitkom-Ankündigung.

Quellen

  • Bitkom, „Fünf Startups im Finale des Smart Country Startup Award 2026“, 24. September 2026